IBA Bliesgau nicht Windenergieausbau opfern

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Mitgliederversammlung 2022 mit Neuwahlen

Nachdem die coronabedingten Einschränkungen, die zu einem Ausfall der letztjährigen Mitgliederversammlung geführt haben, weitgehend entfallen sind, lädt der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Ortsgruppe Blieskastel e.V. für Sonntag, den 3. Juli, zur Mitgliederversammlung 2022 ein.

Ort: Turnerheim des TV Lautzkirchen im Pferchtal (oberhalb der Tennisplätze)

Uhrzeit: 15:00 Uhr

Tagesordnung:

1. Begrüßung durch die 1./ 2. Vorsitzende

2. Bericht des Vorstands über den Verlauf der letzten 2 Jahre

3. Kassenbericht

4. Bericht der Kassenprüfer

5. Bericht der Fachwarte

6. Entlastung des Vorstands

7. Vorstandswahlen

8. Verschiedenes

Wie sicherlich vielen Mitgliedern nicht entgangen ist, besteht der Verein in 2022 50 Jahre. Leider sind wir krankheits- und auch coronabedingt derzeit mit der Handvoll aktiv im Vorstand tätiger Mitglieder nicht in der Lage, das Jubiläum gebührend zu feiern. Wir möchten dies aber nachholen. Hier ein kurzer Abriss der Vereinsgeschichte:

 

Im März 1972 wurde die Ortsgruppe von 15 engagierten Vogelschützern innerhalb des DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz) gegründet. Nicht nur der Name hat sich inzwischen gewandelt, auch die Tätigkeitsfelder haben sich vom reinen Vogelschutz zu einem umfassenden Engagement für alle den Naturschutz betreffenden Bereiche erweitert. Die Mitgliederzahl ist von damals 15 auf heute mehr als 600 gestiegen. Der Zuständigkeitsbereich des Vereins umfasst laut Satzung alle Ortsteile der Stadt mit der PLZ 66440.

Neben praktischen Aktivitäten im Artenschutz wie dem Anbringen von Nistkästen aller Art, dem Bau von Trockenmauern, Insektenhotels und Krötenzäunen, gehört auch die Anlage von Feuchtbiotopen und die Pflege von Obstwiesen zu den Aufgaben des Vereins. Nicht zu vergessen ist die Abgabe von Stellungnahmen zu Planungen/ Baumaßnahmen im Zuständigkeitsbereich (alle Ortsteile von Blieskastel mit der Postleitzahl 66440). Daneben werden auch ganzjährig naturkundliche Wanderungen und Exkursionen durchgeführt.

Das öffentliche Eintreten gegenüber der Politik für den Schutz von Ökosystemen und typischen Landschaftsformen in den Blieskasteler Ortsteilen macht den Verein oft zum „Anwalt der Natur“.

So vielfältig und schwierig unsere Aufgaben hier vor Ort sind, so schwierig gestaltet sich in der täglichen Praxis ihre Bewältigung mit nur einer Handvoll aktiv tätiger Vereinsmitglieder, die nicht nur bereit sind zuzupacken, sondern auch noch administrative Aufgaben zu übernehmen, die uns das Vereins- und Gemeinnützigkeitsrecht auferlegt.

Erfreulicherweise hatten wir die letzten beiden Jahre tatkräftige Unterstützung beim Krötenzaun im Taubental durch viele jugendliche Helfer. Dies wünscht sich der NABU-Vorstand auch bei den anderen Tätigkeitsfeldern. Naturschutz macht sich nicht von selbst, wir brauchen Helfer! Und vor allem brauchen wir dringend Nachwuchs!

 

 

Amphibienzaun im Taubental 2022

Schon jetzt müssen wir daran denken, dass wir in wenigen Wochen wieder den Krötenzaun im Taubental einrichten. Die Planung ist bereits  im Gange. Letztes Jahr war der Zaun ab 21.2.2021 in Betrieb.

Sehr gerne erinnern wir uns daran, dass wir 2021 beim Einsammeln der Kröten Hilfe hatten durch 12 Schulkinder aus Bierbach und Blieskastel, die mit großer Begeisterung im Einsatz waren.

Der Blieskasteler NABU-Vorstand würde sich sehr freuen, wenn sich auch in 2022 wieder Helfer finden würden.

Soviel steht jetzt schon fest: Unsere Ortsgruppe ist jeweils dienstags und mittwochs mit dem Einsammeln an der Reihe. An den anderen Wochentagen kümmern sich die NABU-Ortsgruppen von Altstadt und Homburg und wahrscheinlich auch wieder vom BUND Homburg um die Leerung der Eimer. Voraussichtlich bleibt der Zaun bis etwa Anfang April.

Bei Interesse bitten wir jetzt schon um Meldung per Email an briefkasten@nabu-blieskastel.de


Vogel des Jahres 2022

Berlin – Der Sieger der zweiten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) steht fest: Der Wiedehopf (Upupa epops) hat mit 45.523 und 31,9 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Damit ist er nach dem Rotkehlchen der zweite Jahresvogel, der von allen Menschen in Deutschland gewählt werden konnte.

„Der Wiedehopf ist mit seinem orangeroten Gefieder und seiner markanten Federhaube auch wegen seiner spektakulären Erscheinung gewählt worden – er ist einer der auffälligsten heimischen Vögel“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Viele Wähler konnten sich aber sicher auch mit seinem Wahlslogan: ,Gift ist keine Lösung‘ identifizieren. Der Wiedehopf benötigt halboffene bis offene insektenreiche Landschaften – viele Insekten gibt es nur ohne Pestizideinsatz.“

Auf Platz zwei landete die Mehlschwalbe mit 34.773 Stimmen (24,4 Prozent). Auf Platz drei flatterte der Bluthänfling mit 28.442 Stimmen (19,9 Prozent) vor dem Feldsperling mit 23.259 Stimmen (16,3 Prozent). Der letzte Platz ging an den Steinschmätzer (10.801 Stimmen, 7,6 Prozent).

Die wenigsten, die den Wiedehopf zum Jahresvogel gewählt haben, dürften ihn selbst einmal in der Natur gesehen haben. Denn er kommt nur in einigen Regionen Deutschlands vor, wie zum Beispiel dem Kaiserstuhl in Baden-Württemberg, in Rheinhessen oder den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz in Brandenburg und Sachsen. Dort ist das Klima für den wärmeliebenden Vogel geeignet. Der Wiedehopf lebt von größeren Insekten und ihren Larven. Er frisst gerne Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Es darf auch mal eine Spinne oder sogar eine kleine Eidechse sein. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika. Der wissenschaftliche Gattungsname „Upupa“ ist eine Nachahmung des Klangs seines dreisilbigen „upupup“-Balzrufes. Viele Menschen dürften den neuen Jahresvogel aus der „Vogelhochzeit“ von Hoffmann von Fallersleben kennen. In dem Kinderlied bringt der Wiedehopf „der Braut den Blumentopf“. Mancher kennt vielleicht auch die Redewendung „Du stinkst wie ein Wiedehopf“. Sie kommt daher, weil Weibchen und Jungvögel mit einem stark riechenden Sekret Feinde vom Nest vertreiben.

„Die Population des Wiedehopfes gilt in Deutschland als gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume immer noch wenige Brutpaare gibt – zurzeit sind es 800 bis 950“, sagt Miller, „Doch das Verbreitungsgebiet dieses wärmeliebenden Vogels wächst, was ein klares Anzeichen des Klimawandels ist.“ 

Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.

NiS - Ausgabe 4/2021

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