Vogel des Jahres 2023

ist das das Braunkehlchen! Zum  dritten Mal in Folge hat die breite Öffentlichkeit den Vogel des Jahres 2023 gewählt.Das Braunkehlchen (Saxicola…

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Der Eichelhäher (Garrulus glandarius)

Einer der wohl außergewöhnlichsten Rabenvögel ist der Eichelhäher.

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Bienenfresser im Bliesgau

Im Zuge der Klimaerwärmung tauchen in Deutschland und auch bei uns im Saarland zunehmend die Bienenfresser auf.

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NABU: Waldvögel zieht es in Parks und Gärten

Mehr als 146.000 Menschen haben ihre Sichtungen bei der „Stunde der Wintervögel“ bereits gemeldet

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Stunde der Wintervögel

Vom 6. bis 9. Janaur 2022 findet zum zwölften Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für…

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Nistkästeninstallation

Sperlingskasten in Böckweiler

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Biotop im Steinbruch - Herbstarbeiten 2022

In diesem Herbst haben wir wieder am Biotop im Steinbruch am Biesinger Berg gearbeitet.

Auffällig war diesmal der Wasserverlust im großen Teich. Die Regenfälle im Oktober haben nicht ausgereicht, die Verdunstungsverluste des Rekordsommers auszugleichen. Sollte es in den kommenden Wintermonaten nicht stärker regnen, müssen wir im Februar/März 2023 Wasser auffüllen. Insgesamt fasst der Teich bei Vollauffüllung 26 cbm Wasser. Im Moment fehlen schätzungsweise 8 bis 10 cbm. Es gibt von außen aus dem Steinbruchgelände keinen laufenden Zufluss.

Entsorgt wurde allerlei Gestrüpp inkl. Dornenhecken rund um den Teich. Auch Geäst über der Zufahrt zum Steinbruchgelände wurde zurückgeschnitten, um eventuelle Konflikte mit dem Grundstücksnachbarn (Schützenverein) zu vermeiden. Im großen Teich ist noch einiges an Ästen und pflanzlichem Material vorhanden (teilweise abgesunken), das noch entfernt werden muss.

Neben dem großen Teich ist noch ein kleinerer vorhanden. Beide sind durch ein Überlaufrohr miteinander verbunden. Einen dritten Teich legen wir in Kürze an. Die Teichfolie hierzu ist schon vor Ort.

Wir greifen nur in unbedingt notwendigem Maß in das natürliche Wachstum der Natur im Umfeld des Teichs bzw. im Steinbruchgelände ein.

 

 

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Er fällt nicht nur durch sein einzigartiges Federkleid auf, sondern auch durch seinen markanten Ruf. Dieser hat ihm den volkstümlichen Spitznamen „Polizei des Waldes“ eingebracht. Er hat es nämlich zu seiner Berufung gemacht, andere Waldbewohner vor Gefahren zu warnen. Diese Eigenschaft hat schon den ein oder anderen Jäger um seinen Jagderfolg gebracht. Und damit nicht genug. Der Eichelhäher liebt es nämlich andere Vogelstimmen zu imitieren und ist darin sogar ein echtes Naturtalent! Er soll vor allem Spechte und Habichte täuschend echt nachahmen können. Jedoch gehört unter anderem auch der Ruf des Mäusebussards zu seinem Repertoire. Folglich ist er nicht nur für Jäger ein wahrer „Segen“, sondern auch für die Ornithologen. Diese führt er durch seine Vielzahl an nachgeahmten Vogelstimmen immer wieder an der Nase herum, da sich dadurch schon so manche Vogelbestimmung verfälschen ließ.

Der Eichelhäher ist ein Teilzieher. Das bedeutet, dass nicht alle Exemplare bei uns überwintern, sondern nur ein Teil davon. Wie viele genau, hängt von verschiedenen Faktoren wie etwa dem jährlich unterschiedlich ausfallenden Wetter ab. Damit der Eichelhäher überwintern kann, legt er ähnlich dem Eichhörnchen bereits im Vorhinein versteckte Futterplätze an, die ihm im Winter als Futterreserve dienen. Im Vergleich zum Eichhörnchen legt er zwar weniger Verstecke an, soll sich dafür aber bis zu 6.000 Stück merken können. Das Eichhörnchen hingegen stolpert über seine Verstecke mehr oder weniger zufällig. Zusätzlich soll er sich sogar an die ungefähre Haltbarkeit und Anzahl der versteckten Beute erinnern. Somit verfügt er über ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Hauptsächlich besteht seine Winterreserve aus den Eicheln der Jungeiche und trägt dabei zu ihrer Verbreitung bei. Daher auch sein Name Eichelhäher. Im Herbst und Winter frisst er besonders pflanzliche Kost, wie Eicheln, Buchecker oder Haselnüsse, während im Sommer überwiegend tierische Mahlzeiten wie etwa Insekten, Würmer, Eier und sogar Jungvögel auf seinem Speiseplan stehen.

Jedoch sind nicht nur seine bereits aufgeführten Fähigkeiten außergewöhnlich. Auch bei seiner Körperpflege hat er sich etwas Besonderes einfallen lassen. Er wälzt sich nämlich in Ameisenhaufen. Während sich dieses Verhalten für uns Menschen zunächst einmal verrückt anhören wird, hat es doch einen tieferen Sinn. Durch das Wälzen in Ameisenhaufen gelangt Ameisensäure auf sein Gefieder. Dieses hält Parasiten fern. Sie sind für eine Vielzahl von Vogelkrankheiten verantwortlich und können für den Vogel als sogenannter Wirt tödlich enden. Somit verhilft dieses Verhalten dem Eichelhäher nicht nur zu einer besseren Körperhygiene, sondern wirkt auch präventiv für schwere Krankheiten.

Möchte man den schönen Vogel beobachten, sollte man in Parks, Siedlungen oder Wäldern nach ihm Ausschau halten. Sein markanter Ruf verrät ihn häufig schon bevor man ihn zu Gesicht bekommt.

Ein ausführlicher Steckbrief ist hier zu finden.

 

Foto: Alexander Stolz, Text: Johannes Stolz

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NABU-App „Vogelwelt"

Einzigartige freigestellte Fotos & Bestimmungsfunktion

Über 1.000 freigestellte Fotos von 308 Arten in ihren typischen Federkleidern machen diese App einzigartig! Wichtigste Funktionen sind Bestimmen, Vergleichen und Melden. Vogelstimmen und Videos können zur kostenlosen Basisversion hinzugekauft werden. Erhältlich für iOS und Android.

Zum Download der App gehts hier.

Jahresmitgliederversammlung 2022

Bei der Jahresmitgliederversammlung am 28.08.2022 fanden auch Neuwahlen statt. Hier das Ergebnis:

1. Vorsitzende Evelyn Moschel

2. Vorsitzende: Martha Franzl

Kassenwart/Pressewart/Homepage: Hans Rudi Becker

Schriftführerin: Christel Matitschka

Beisitzer/Vogelwart: Heinz Gebele

Beisitzer/Greifvogelwart: Klaus Franzl

Beisitzer/Exkursionsführer/Homepage: Markus Persch

Beisitzer/Homepage: Johannes Stolz

Beisitzer: Martin Hirsch, Angelika Schwartz, Andreas Schäfer

Die Vorgenannten sind für 2  Jahre gewählt.

Außerdem wurden auch 2 Kassenprüfer gewählt, die nicht Mitglieder des Vorstands sind.

 

 

Bienenfresser im Bliesgau

Im Zuge der Klimaerwärmung tauchen in Deutschland und auch bei uns im Saarland zunehmend die Bienenfresser auf.

Bienenfresser brüten seit einigen Jahren schon bei uns im Bliesgau. Wenn wir bisher allerdings noch keine Informationen über die exotischen Vögel in die Öffentlichkeit gegeben haben, hat dies damit zu tun, dass wir einfach eine „Völkerwanderung“ an die Bliesufer einschränken wollen, um die Vögel beim Brüten (in Röhren in sandigen Steilhängen) nicht zu stören. Hilfreich ist für die Bienenfresser, dass Kanu-Fahrten auf der Blies von Mitte April bis Mitte August, also in der Brutzeit, nach der Schutzgebietsverordnung dews Saarlands verboten sind.

 Die Farbenpracht des Bienenfressers wirkt exotisch. Die Bestimmung ist leicht. Neben der auffälligen Farbe ist der Vogel auch in seiner Gestalt, dem Verhalten und dem Ruf einmalig. Das Brutvorkommen in Deutschland ist sehr zersplittert: Es gibt relativ wenig Brutpaare, die meist in warmen Regionen in der Vorderpfalz, am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt in sandigen Steilhängen oder Böschungen brüten. Gejagt werden nicht nur Bienen, sondern auch andere fliegende Insekten. Zum Überwintern zieht der Bienenfresser etwa bis in den Süden Afrikas.

Das Foto stammt von Anfang August aus der Umgebung von Böckweiler. Dort haben Mitglieder unseres NABU-Vorstands eine Kolonie von insgesamt 44 (!!) Bienenfresser auf einer Baumgruppe gezählt.

Foto: Markus Persch; Text: Hans Becker

Amphibienzaun im Taubental 2022

Schon jetzt müssen wir daran denken, dass wir in wenigen Wochen wieder den Krötenzaun im Taubental einrichten. Die Planung ist bereits  im Gange. Letztes Jahr war der Zaun ab 21.2.2021 in Betrieb.

Sehr gerne erinnern wir uns daran, dass wir 2021 beim Einsammeln der Kröten Hilfe hatten durch 12 Schulkinder aus Bierbach und Blieskastel, die mit großer Begeisterung im Einsatz waren.

Der Blieskasteler NABU-Vorstand würde sich sehr freuen, wenn sich auch in 2022 wieder Helfer finden würden.

Soviel steht jetzt schon fest: Unsere Ortsgruppe ist jeweils dienstags und mittwochs mit dem Einsammeln an der Reihe. An den anderen Wochentagen kümmern sich die NABU-Ortsgruppen von Altstadt und Homburg und wahrscheinlich auch wieder vom BUND Homburg um die Leerung der Eimer. Voraussichtlich bleibt der Zaun bis etwa Anfang April.

Bei Interesse bitten wir jetzt schon um Meldung per Email an briefkasten@nabu-blieskastel.de

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Vogel des Jahres 2022

Berlin – Der Sieger der zweiten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) steht fest: Der Wiedehopf (Upupa epops) hat mit 45.523 und 31,9 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Damit ist er nach dem Rotkehlchen der zweite Jahresvogel, der von allen Menschen in Deutschland gewählt werden konnte.

„Der Wiedehopf ist mit seinem orangeroten Gefieder und seiner markanten Federhaube auch wegen seiner spektakulären Erscheinung gewählt worden – er ist einer der auffälligsten heimischen Vögel“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Viele Wähler konnten sich aber sicher auch mit seinem Wahlslogan: ,Gift ist keine Lösung‘ identifizieren. Der Wiedehopf benötigt halboffene bis offene insektenreiche Landschaften – viele Insekten gibt es nur ohne Pestizideinsatz.“

Auf Platz zwei landete die Mehlschwalbe mit 34.773 Stimmen (24,4 Prozent). Auf Platz drei flatterte der Bluthänfling mit 28.442 Stimmen (19,9 Prozent) vor dem Feldsperling mit 23.259 Stimmen (16,3 Prozent). Der letzte Platz ging an den Steinschmätzer (10.801 Stimmen, 7,6 Prozent).

Die wenigsten, die den Wiedehopf zum Jahresvogel gewählt haben, dürften ihn selbst einmal in der Natur gesehen haben. Denn er kommt nur in einigen Regionen Deutschlands vor, wie zum Beispiel dem Kaiserstuhl in Baden-Württemberg, in Rheinhessen oder den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz in Brandenburg und Sachsen. Dort ist das Klima für den wärmeliebenden Vogel geeignet. Der Wiedehopf lebt von größeren Insekten und ihren Larven. Er frisst gerne Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Es darf auch mal eine Spinne oder sogar eine kleine Eidechse sein. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika. Der wissenschaftliche Gattungsname „Upupa“ ist eine Nachahmung des Klangs seines dreisilbigen „upupup“-Balzrufes. Viele Menschen dürften den neuen Jahresvogel aus der „Vogelhochzeit“ von Hoffmann von Fallersleben kennen. In dem Kinderlied bringt der Wiedehopf „der Braut den Blumentopf“. Mancher kennt vielleicht auch die Redewendung „Du stinkst wie ein Wiedehopf“. Sie kommt daher, weil Weibchen und Jungvögel mit einem stark riechenden Sekret Feinde vom Nest vertreiben.

„Die Population des Wiedehopfes gilt in Deutschland als gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume immer noch wenige Brutpaare gibt – zurzeit sind es 800 bis 950“, sagt Miller, „Doch das Verbreitungsgebiet dieses wärmeliebenden Vogels wächst, was ein klares Anzeichen des Klimawandels ist.“ 

Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.

NiS - Ausgabe 2/2022

Natur-Beobachtungen: Einflug der Kernbeißer

Artenschutzprojekte: Schutz für Amphibien

Vier Jubiläen: Aber auch ein Grund zum Feiern?

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Vogelportraits

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